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Capture One Pro 7

Alternative zu Camera Raw: ein Blick auf Capture One Pro 7

May 22, 2013
© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

Seit Adobes Weg in die Cloud suchen viele Fotografen nach Alternativen. Als einer der besten RAW-Konverter gilt dabei Capture One Pro.

Nicht jeder Fotograf ist glücklich mit der Vorstellung, seinen RAW-Konverter zukünftig nur noch über ein Cloud-Abonnement zu beziehen. Im Zuge der Diskussion um Adobes Creative Cloud ist auch das Interesse an anderen Software-Lösungen wieder aufgeflammt. Im Bereich der RAW-Konvertierer genießt dabei Capture One Pro einen sehr guten Ruf – viele schreiben ihm bessere Ergebnisse zu als dem Platzhirschen Camera Raw.

Capture One Pro 7 ist eine Komplettlösung, die mehr bietet als nur die reine RAW-Umwandlung. Aufnahmen können nicht nur verbessert, sondern auch organisiert, in Webgalerien ausgegeben oder gedruckt werden. Das Konzept ähnelt dabei dem bekannten Photoshop Lightroom von Adobe.

 

Neue Processing Engine

Capture One Pro wurde in der Version 7.1.2 gegenüber der Vorgängerversion Capture One Pro 6 noch einmal deutlich verbessert und verfügt als Herzstück über eine komplett neue „Processing Engine“. Außerdem wurden zahlreiche Werkzeuge überarbeitet.

Bildqualität vom Besten

Die Bildqualität konnte in dieser Version noch einmal erheblich gesteigert werden – die Detail- und Farbwiedergabe ist erstklassig und nimmt nach wie vor einen Spitzenplatz ein.

© Torsten Kieslich; Model: Onna Sakura (www.onna-sakura.de)

vlnr: Capture One, Lightroom 4 und Lightroom 5 Beta. Es wurden nur die Grundeinstellungen verwendet, ohne weitere Korrekturen.
© Torsten Kieslich; Model: Onna Sakura (www.onna-sakura.de)

Als sehr hilfreich stellt sich auch der neue Algorithmus zur Rauschreduzierung heraus. Selbst bei hohen ISO-Werten liefert er erstklassige Ergebnisse.

© Torsten Kieslich

vlnr: Capture One, Lightroom 4 und Lightroom 5 Beta. In unserem Beispiel entfernen alle Programme das Rauschen bei ISO 3200 problemlos. Auffällig ist die gute Schärfungsleistung von Capture One.
© Torsten Kieslich

Die Anpassungswerkzeuge bieten gegenüber Capture One Pro 6 einen deutlich verbesserten Dynamikumfang und sorgen so für Detailtreue in Tiefen und Lichtern. Neu hinzugekommen sind auch Verwaltungsfunktionen für die Fotos, bei denen Phase One auf seine Erfahrungen mit dem Media Pro-Katalogsystem zurückgreift.

Tethering mit Live View-Unterstützung

Beim Tethering bietet Capture One Pro 7 eine Live View-Unterstützung für ausgewählte DSLR-Modelle. Aktuell beispielsweise für die Canon-Modelle 1D X, 1Ds Mark III, 5D Mark III, 5D Mark II, 6D und 7D oder die Nikon-Modelle D4, D3X, D3s, D3, D700 und D7000. Eine komplette Liste aller unterstützten Kameras gibt es hier, eine Übersicht aller Funktionen finden Sie hier. Auf dieser Seite kann man auch eine kostenlose Testversion von Capture One Pro 7 herunterladen.

Bildbearbeitung in acht Schritten
© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

Capture One Pro 7.1.2 ist auf einen effizienten und schnellen Workflow ausgelegt. So braucht man bei einer RAW-Datei nur sieben Basisschritte bis zur Bildausgabe:

Schritt 1: Entwicklung starten
© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

Mit dem Register Farbe legt man in Capture One neben dem Weißabgleich auch fest, welches Kameraprofil genutzt werden soll. Interessant ist hier die Möglichkeit, Hauttöne gezielt anpassen oder einzelne Farbtöne nach Wunsch „verbiegen“ zu können.

Übersichtliche Oberfläche

© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

Die Capture One-Oberfläche ist übersichtlich aufgeteilt. Im Arbeitsfenster, das den Hauptteil der Oberfläche einnimmt, wird das Bild angezeigt, während die Fotoübersicht als Filmstreifen darunter liegt. Alle wichtigen Werkzeuge findet man in der linken Spalte des Programmfensters.

Schritt 2: Die Belichtung justieren
© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)
© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

Im Register Belichtung kommen vor allem die vier Regler Belichtung, Kontrast, Helligkeit und Sättigung zum Einsatz. Mit ihnen wird die Belichtung der Aufnahme gesteuert. Über die Gradationskurve und die Tonwerte kann man dann das Motiv feinjustieren. Sehr effektiv ist die Reglergruppe HDR, mir der man Spitzlichter und Schatten sehr feinteilig steuern kann.

Schritt 3: Objektivkorrekturen
© Torsten Kieslich

© Torsten Kieslich

Im Register Objektiv kann man typische Objektivverzerrungen über eingebaute Profile für gängige Objektive beseitigen – hier etwa für das Nikkor 24 – 70 mm f/2.8. Verzeichnungen, Schärfe- und Helligkeitsabfall können individuell über Schieberegler korrigiert werden. Über die eingebaute Analyse-Funktion lassen sich Objektivfehler im Bild genau bestimmen.

 

Schritt 4: Zuschneiden
© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

Eine Standardaufgabe nahezu jedes RAW-Konverters ist das Zuschneiden des Bildes. Capture One bietet dazu das Register Zuschneiden an, in dem das Bild in die passende Lage gedreht und zugeschnitten wird. Ein zuschaltbares Raster hilft dabei, um die richtigen Proportionen zu finden. Auch hier können noch Bildverzerrungen ausgeglichen werden.

 

Schritt 5: Schärfen
© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

Um die Bildschärfe anzupassen, wechselt man ins Register Details. Hier findet sich ein Schärfe-Regler, der ganz ähnlich arbeitet wie der aus Photoshop bekannte Unscharf-maskieren-Regler und in Radius und Schwellenwert angepasst werden kann. Über ein Vorschaufenster kann man die Schärfe auch mit mehr als 100% Größe beurteilen. Die Fokusüberlagerung erlaubt es dabei, die Schärfe präzise im Blick zu halten.

 

Schritt 6: Lokale Anpassungen
© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

Die Lokalen Anpassungen bieten dem Anwender weitere Möglichkeiten zur Detailsteuerung. Hier kann man über Ebenen (Layer) einzelne Bildelemente isolieren und gezielt noch einmal bearbeiten. Es lassen sich u.a. die Schärfe, Klarheit, Helligkeit oder auch die Farbe justieren.

 

Schritt 7: Bildausgabe
© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

© Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com)

Der letzte Schritt führt in das Register Ausgabe. Hier werden das Ausgabeformat und die Auflösung festgelegt. Außerdem können hier die Bildgröße eingestellt und ein Farbprofil zugewiesen werden. Mit einem Klick auf Verarbeiten wird das Bild dann exportiert oder auch gleich in einer anderen Anwendung, wie etwa Photoshop, geöffnet.

Produkt: Capture One Pro 7.1.2

Hersteller: Phase One (www.phaseone.com)

Preis: ca. 229 Euro; Upgrade von Capture One Pro 3 / 4 / 5 / 6: 69 Euro

Systemanforderungen:

Microsoft Windows: Intel Core 2 Duo oder besser, 4 GB RAM und 10 GB Festplattenplatz Ein kalibrierter Farbmonitor mit 1280 x 800 Pixeln Windows 8 64bit, Windows 7 64bit, Windows Vista SP2 64bit Zur Aktivierung ist eine Internet-Verbindung notwendig.

Macintosh OS X: Intel Core 2 Duo oder besser, 4 GB RAM und 10 GB Festplattenplatz Ein kalibrierter Farbmonitor mit 1280 x 800 Pixeln Mac OS X 10.8.2, 10.7.5, 10.6.8 oder neuer Zur Aktivierung ist eine Internet-Verbindung notwendig.


Flashed by Titania Lyn Topaz compared to Lightroom and Nik
Flashed by Titania Lyn
Topaz compared to Lightroom and Nik

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