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Umstieg auf Lightroom 5
Mit ein paar Handgriffen klappt der Umstieg auf Lightroom 5
Lightroom 5 ist erschienen und damit steht der Anwender vor der Aufgabe, den Katalog zu übertragen. Eine Aufgabe, die Zeit für die eine oder andere Kaffeepause bietet, ansonsten aber einfach zu lösen ist. Das Übertragen des Lightroom 4-Katalogs klappt nahezu vollautomatisch, wenn man ein paar kleine Tricks beachtet. Wer bereits die Beta-Version von Lightroom 5 genutzt hat, sollte vor der Übertragung den Katalog der Beta-Version löschen, damit Lightroom 5 den Katalog von Lightroom 4 importiert und nicht etwa den Beta-Katalog. Vorauf sonst noch zu achten ist und wie man seinem Katalog einen vernünftigen Namen gibt, können Sie in meinem kleinen Video sehen.
Bildbearbeitung ohne Photoshop?
Lightroom bietet mehr als nur eine aufgebohrte Bildverwaltung
Seit Topaz sein Clarity-Plug-in herausgebracht hat, habe ich etwas intensiver mit ihren Produkten gespielt. Das hat mich heute auf die Idee gebracht, eine Bildbearbeitung komplett nur in Lightroom mit ein paar Plug-ins durchzuführen. Der Workflow ist bei allen Lightroom- Anwendern fast immer gleich – die RAW-Datei wird in Lightroom „entwickelt“, vielleicht noch zugeschnitten und mit Stichworten versehen – für alle anderen Arbeiten geht es dann in Photoshop weiter. Aber ist das eigentlich immer notwendig? Das unbearbeitete AusgangsbildEmily La Rose © Faces of Vegas Mittlerweile gibt es eine Reihe guter und günstiger Plug-ins, die direkt aus Lightroom aufgerufen werden können und den Funktionsumfang von Lightroom so deutlich erweitern Aber reicht das wirklich aus, um ein Foto zu bearbeiten? Um das auszuprobieren, habe ich mir ein RAW aus einem aktuellen Shooting ausgesucht – an dieser Stelle einen herzlichen Dank an die bezaubernde Emily La Rose – und in Lightroom und mit den Filtern von OnOne und Topaz Labs bearbeitet. Um das Ergebnis vorwegzunehmen – es klappt wirklich ganz gut, allerdings muss man in Kauf nehmen, später in Lightroom mehrere Kopien des Fotos zu haben, da die Filter ab und an Kopien der Originaldatei anlegen. So verfügt man aber auch immer über ein „unbeschädigtes“ Original. Schritt 1: RAW-Entwicklung in Lightroom Emily La Rose © Faces of Vegas Wie in Lightroom üblich, habe ich zunächst den Weißabgleich angepasst und das Kameraprofil ausgewählt. Auch die Objektivkorrektur wurde zugeschaltet. Dann habe ich das Bild noch zugeschnitten. An dieser Stelle würde ich das Bild nun eigentlich an Photoshop übergeben und dort weiterarbeiten. Stattdessen habe ich in Lightroom zunächst mit dem Bereichsreparaturpinsel Hautunreinheiten und Flecken entfernt. Schritt 2: Die Haut weichzeichnen Noch immer in Lightroom habe ich mit dem Korrekturpinsel die Haut etwas weichgezeichnet und über HSL / Farbe / SW die Luminanz für die Hauttöne ein bisschen angehoben. Die Iris wurde ebenfalls mit dem Korrekturpinsel etwas „knackiger“ gemacht und die Augen wurden etwas aufgehellt und weißer gemacht. Das klappt mit der Pinselvorlage Zähne bleichen überraschend gut. Schritt 3: Portraitbearbeitung mit OnOne Das Bild in OnOnes Perfect Portrait 2 Dieses Ergebnis habe ich an OnOnes Perfect Portrait 2 übergeben. Das Plug-in startet direkt aus Lightroom und legt eine PSD-Datei mit der neuen Bearbeitung an. Hier wurde die Haut noch etwas geglättet und farblich angepasst. Schritt 4: Die bessere Klarheit: Topaz Clarity Mehr Biss mit Clarity Weil Perfect Portrait eine PSD-Datei ausgegeben hat, wurde für Topaz Clarity eine neue Kopie angelegt, diesmal als TIFF, da Clarity leider nicht mit PSD-Dateien umgehen kann. In Clarity habe ich als Ausgangspunkt das Preset Portrait II genutzt und noch etwas justiert. Über den eingebauten Maskenmodus habe ich einige Bildbereiche ausgeblendet, die sonst zu dunkel ausgefallen wären. Schritt 5: Scharfzeichen in Lightroom Etwas Schärfe in Lightroom Zurück in Lightroom habe ich über Details die Konturen etwas geschärft. Wichtig ist dabei der Einsatz der Maske (Wenn beim Bewegen des Reglers Maskieren die Alt-Taste gehalten wird, wird die Maske angezeigt). Schritt 6: Mehr Wärme ins Bild mit Topaz Adjust Topaz Adjust erlaubt eine bequeme Anpassung der Bildstimmung Die TIFF-Datei wurde nach dem Schärfen an Topaz Adjust übergeben, wo ich verschiedene Bildlooks ausprobiert habe. Letztlich habe ich mich dazu entschieden, nur etwas „Wärme“ hinzuzufügen. Wirklich angenehm ist hier, dass die Intensität des Filters über den Opacity-Regler gesteuert werden kann. Schritt 7: Hintergrund weichzeichnen Unschärfe mit Lens Effects Über Lens Effects von Topaz habe ich dem Bild dann eine leichte Hintergrundunschärfe und eine Vignette mitgegeben. Schritt 8: Das Bild schärfen Die abschließende Schärfung habe ich mit In Focus durchgeführt. Schritt 9: Mit Ebenen in Lightroom arbeiten Mit Layers kann man auch in Lightroom mit Ebenen arbeiten Weil ich die Effekte noch etwas schöner überblenden wollte, habe ich die erste richtige „Killer-Applikation“ für Lightroom genutzt und sowohl die letzte Version als auch die frühere Lightroom-Bearbeitung in OnOnes Perfect Layers 3 geöffnet und die mit einer Deckkraft von 75% überblendet. Emily La Rose © Faces of VegasDas fertige Foto nach der Bearbeitung mit den diversen Filtern. Insgesamt bin ich von der Leistung speziell der Topaz-Filter sehr beeindruckt. Clarity hat es geschafft, sich ganz oben auf die Liste meiner Lieblingsfilter zu katapultieren. Aber gerade auch OnOnes Perfect Photo Suite 7 ist mit Perfect Layers ist ein wirklich grandioses Hilfsmittel, um auch in Lightroom mit Ebenen arbeiten zu können. Natürlich wird Photoshop damit nicht überflüssig, doch viele einfachere Aufgaben lassen sich mit diesen Plug-ins auch direkt in Lightroom erledigen. Mehr über die genannten Plug-ins erfahren Sie hier Topaz Labs OnOne Software Disclosure: Auf meiner Webseite gibt es Affiliate-Links von Topaz Labs, wie etwa diesen hier:
Capture One Pro 7
Alternative zu Camera Raw: ein Blick auf Capture One Pro 7
Seit Adobes Weg in die Cloud suchen viele Fotografen nach Alternativen. Als einer der besten RAW-Konverter gilt dabei Capture One Pro. Nicht jeder Fotograf ist glücklich mit der Vorstellung, seinen RAW-Konverter zukünftig nur noch über ein Cloud-Abonnement zu beziehen. Im Zuge der Diskussion um Adobes Creative Cloud ist auch das Interesse an anderen Software-Lösungen wieder aufgeflammt. Im Bereich der RAW-Konvertierer genießt dabei Capture One Pro einen sehr guten Ruf – viele schreiben ihm bessere Ergebnisse zu als dem Platzhirschen Camera Raw. Capture One Pro 7 ist eine Komplettlösung, die mehr bietet als nur die reine RAW-Umwandlung. Aufnahmen können nicht nur verbessert, sondern auch organisiert, in Webgalerien ausgegeben oder gedruckt werden. Das Konzept ähnelt dabei dem bekannten Photoshop Lightroom von Adobe. Neue Processing Engine Capture One Pro wurde in der Version 7.1.2 gegenüber der Vorgängerversion Capture One Pro 6 noch einmal deutlich verbessert und verfügt als Herzstück über eine komplett neue „Processing Engine“. Außerdem wurden zahlreiche Werkzeuge überarbeitet. Bildqualität vom Besten Die Bildqualität konnte in dieser Version noch einmal erheblich gesteigert werden – die Detail- und Farbwiedergabe ist erstklassig und nimmt nach wie vor einen Spitzenplatz ein. vlnr: Capture One, Lightroom 4 und Lightroom 5 Beta. Es wurden nur die Grundeinstellungen verwendet, ohne weitere Korrekturen.© Torsten Kieslich; Model: Onna Sakura (www.onna-sakura.de) Als sehr hilfreich stellt sich auch der neue Algorithmus zur Rauschreduzierung heraus. Selbst bei hohen ISO-Werten liefert er erstklassige Ergebnisse. vlnr: Capture One, Lightroom 4 und Lightroom 5 Beta. In unserem Beispiel entfernen alle Programme das Rauschen bei ISO 3200 problemlos. Auffällig ist die gute Schärfungsleistung von Capture One.© Torsten Kieslich Die Anpassungswerkzeuge bieten gegenüber Capture One Pro 6 einen deutlich verbesserten Dynamikumfang und sorgen so für Detailtreue in Tiefen und Lichtern. Neu hinzugekommen sind auch Verwaltungsfunktionen für die Fotos, bei denen Phase One auf seine Erfahrungen mit dem Media Pro-Katalogsystem zurückgreift. Tethering mit Live View-Unterstützung Beim Tethering bietet Capture One Pro 7 eine Live View-Unterstützung für ausgewählte DSLR-Modelle. Aktuell beispielsweise für die Canon-Modelle 1D X, 1Ds Mark III, 5D Mark III, 5D Mark II, 6D und 7D oder die Nikon-Modelle D4, D3X, D3s, D3, D700 und D7000. Eine komplette Liste aller unterstützten Kameras gibt es hier, eine Übersicht aller Funktionen finden Sie hier. Auf dieser Seite kann man auch eine kostenlose Testversion von Capture One Pro 7 herunterladen. Bildbearbeitung in acht Schritten © Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com) Capture One Pro 7.1.2 ist auf einen effizienten und schnellen Workflow ausgelegt. So braucht man bei einer RAW-Datei nur sieben Basisschritte bis zur Bildausgabe: Schritt 1: Entwicklung starten © Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com) Mit dem Register Farbe legt man in Capture One neben dem Weißabgleich auch fest, welches Kameraprofil genutzt werden soll. Interessant ist hier die Möglichkeit, Hauttöne gezielt anpassen oder einzelne Farbtöne nach Wunsch „verbiegen“ zu können. Übersichtliche Oberfläche © Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com) Die Capture One-Oberfläche ist übersichtlich aufgeteilt. Im Arbeitsfenster, das den Hauptteil der Oberfläche einnimmt, wird das Bild angezeigt, während die Fotoübersicht als Filmstreifen darunter liegt. Alle wichtigen Werkzeuge findet man in der linken Spalte des Programmfensters. Schritt 2: Die Belichtung justieren © Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com) Im Register Belichtung kommen vor allem die vier Regler Belichtung, Kontrast, Helligkeit und Sättigung zum Einsatz. Mit ihnen wird die Belichtung der Aufnahme gesteuert. Über die Gradationskurve und die Tonwerte kann man dann das Motiv feinjustieren. Sehr effektiv ist die Reglergruppe HDR, mir der man Spitzlichter und Schatten sehr feinteilig steuern kann. Schritt 3: Objektivkorrekturen © Torsten Kieslich Im Register Objektiv kann man typische Objektivverzerrungen über eingebaute Profile für gängige Objektive beseitigen – hier etwa für das Nikkor 24 – 70 mm f/2.8. Verzeichnungen, Schärfe- und Helligkeitsabfall können individuell über Schieberegler korrigiert werden. Über die eingebaute Analyse-Funktion lassen sich Objektivfehler im Bild genau bestimmen. Schritt 4: Zuschneiden © Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com) Eine Standardaufgabe nahezu jedes RAW-Konverters ist das Zuschneiden des Bildes. Capture One bietet dazu das Register Zuschneiden an, in dem das Bild in die passende Lage gedreht und zugeschnitten wird. Ein zuschaltbares Raster hilft dabei, um die richtigen Proportionen zu finden. Auch hier können noch Bildverzerrungen ausgeglichen werden. Schritt 5: Schärfen © Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com) Um die Bildschärfe anzupassen, wechselt man ins Register Details. Hier findet sich ein Schärfe-Regler, der ganz ähnlich arbeitet wie der aus Photoshop bekannte Unscharf-maskieren-Regler und in Radius und Schwellenwert angepasst werden kann. Über ein Vorschaufenster kann man die Schärfe auch mit mehr als 100% Größe beurteilen. Die Fokusüberlagerung erlaubt es dabei, die Schärfe präzise im Blick zu halten. Schritt 6: Lokale Anpassungen © Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com) Die Lokalen Anpassungen bieten dem Anwender weitere Möglichkeiten zur Detailsteuerung. Hier kann man über Ebenen (Layer) einzelne Bildelemente isolieren und gezielt noch einmal bearbeiten. Es lassen sich u.a. die Schärfe, Klarheit, Helligkeit oder auch die Farbe justieren. Schritt 7: Bildausgabe © Torsten Kieslich; Model: Titania Lyn (www.titanialyn.com) Der letzte Schritt führt in das Register Ausgabe. Hier werden das Ausgabeformat und die Auflösung festgelegt. Außerdem können hier die Bildgröße eingestellt und ein Farbprofil zugewiesen werden. Mit einem Klick auf Verarbeiten wird das Bild dann exportiert oder auch gleich in einer anderen Anwendung, wie etwa Photoshop, geöffnet. Produkt: Capture One Pro 7.1.2 Hersteller: Phase One (www.phaseone.com) Preis: ca. 229 Euro; Upgrade von Capture One Pro 3 / 4 / 5 / 6: 69 Euro Systemanforderungen: Microsoft Windows: Intel Core 2 Duo oder besser, 4 GB RAM und 10 GB Festplattenplatz Ein kalibrierter Farbmonitor mit 1280 x 800 Pixeln Windows 8 64bit, Windows 7 64bit, Windows Vista SP2 64bit Zur Aktivierung ist eine Internet-Verbindung notwendig. Macintosh OS X: Intel Core 2 Duo oder besser, 4 GB RAM und 10 GB Festplattenplatz Ein kalibrierter Farbmonitor mit 1280 x 800 Pixeln Mac OS X 10.8.2, 10.7.5, 10.6.8 oder neuer Zur Aktivierung ist eine Internet-Verbindung notwendig.
Gewinnen ist immer schön
42 Gewinne beim FOTOGRAFR
Ich gebe es zu: manchmal bin ich ein Preisausschreiben-Junkie. Etwas gewinnen zu können, finde ich immer wieder schön, vor allem dann, wenn es etwas mit Fotografie zu tun hat. Da spricht mich die aktuelle Aktion des geschätzten Kollegen von Fotografr natürlich besonders an, denn der Verfasser dieses überaus lesenswerten Blogs verschenkt bis zum 8. Mai sage und schreibe 42 Fotografie-Bücher und Ausrüstungsgegenstände. Mehr zu dieser tollen Aktion gibt es unter http://www.fotografr.de/14510/fotografie-buecher-und-fotoausruestung-42-geschenke-fuer-meine-leser.
Rogue: Kreativ mit kleinen Blitzen
Rogues Flashbender machen mehr aus dem Speedlight
Diese Aufnahme von Mireillé Muerte wurde mit zwei Nikon SB-900 und Rogue Flashbendern gemacht. © Faces of VegasDaß Systemblitze mehr können, als nur eine Szene flach und grell auszuleuchten, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Doch eine wirklich gute Lichtsteuerung lässt sich für den Strobisten nur mit sinnvollen Lichtformern erreichen. Am Blitz scheiden sich die Geister: für einige Fotografen ist er ein kaum steuerbarer Notbehelf, für andere ist er ein Hilfsmittel, das vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten und kreative Lichteffekte beim Fotografieren bietet. Tatsächlich sehen geblitzte Aufnahmen oft einfach nur überstrahlt und flach aus - vor allem dann, wenn von der Kamera aus direkt geblitzt wird. Das Ergebnis sind dann Aufnahmen, die Fahndungsfotos sehr nahe kommen. Dabei ist der Aufsteck- oder Systemblitz gar kein schlechtes Werkzeug – ganz im Gegenteil. Ein guter Systemblitz bietet heute reichlich Leistung und kann auch komplexere Aufnahmesituationen bewältigen. Das vor allem, wenn der Blitz entfesselt, also von der Kamera entfernt, eingesetzt und per Funk oder Infrarot ausgelöst wird. Wenn man allerdings als Fotograf mit kleinen und leichten Blitzgeräten unterwegs ist, möchte man auch sonst mit möglichst wenig Ballast arbeiten. Klassische Lichtformer wie Softboxen oder gar ein Beautydish entsprechen da vielleicht nicht so ganz dem Bild des flexiblen Blitzeinsatzes ohne viel Platzbedarf. Rogue Lighting Kits Hersteller: Rogue Vertrieb: DayMen GmbH & Co. KG Im Internet: www.roguefoto.de Preise: Small Soft Box Kit 56,99 Euro (UVP) Starter Lighting Kit 126,99 Euro (UVP) Portrait Lighting Kit 186,99 Euro (UVP) Master Lighting Kit 256,99 Euro (UVP) Flach und formbar: der FlashBender Die FlashBender werden über ein elastisches Gurtband mit Klettverschluss am Blitzkopf befestigt. Die Verbindung ist dank der gummierten Rückseite des Gurtbandes erstaunlich stabil und rutschfest.© ExpoImaging, Inc. An dieser Stelle kommen die Produkte des Rogue Zubehörsystems ins Spiel: sie bestehen im Wesentlichen aus einem FlashBender genannten, per Klettband am Blitz zu befestigenden Lichtformer, der auf den ersten Blick wie eine normale Reflektorkarte aussieht. Das Besondere am FlashBender ist jedoch, dass es sich nicht um einen starren Reflektor handelt, sondern um ein Nylonmaterial, das auf ein Skelett aus zwei bzw. drei bieg- und formbaren Stäben aufgezogen wurde (je nach Größe des FlashBenders). Der Reflektor lässt sich so mit einem Handgriff in nahezu jede beliebige Position biegen, um den Verlauf des Lichtes ganz nach Wunsch zu steuern. Einmal in Form gebogen, hält der FlashBender die Position, bis er erneut verbogen wird. Der FlashBender ließ sich in unserem Test einfach und schnell am Aufsteckblitz befestigen, variabel formen und nach Gebrauch wieder problemlos zusammenfalten. Er bietet er vielseitige Einsatzmöglichkeiten, z.B. als indirekter Blitz, zur Lichtabschirmung oder, wenn man ihn zu einer Röhre formt, als Engstrahler in Snoot-Form. Die FlashBender bestehen aus Cordura-Nylon und verfügen über verstellbare Velcro-Klettverschlüsse. Auf der Innenseite haben sie eine weiße, reflektierende Oberfläche, die farbneutral ist und das Licht so ohne Farbstich auf das Motiv wirft. Durch das variable Befestigungssystem passen die FlashBender auf nahezu jeden gängigen Aufsteckblitz. Das Praktische am FlashBender, den es in drei Größen gibt, ist dabei, dass er nicht nur sehr leicht ist, sondern sich auch flach in der Fototasche verstauen lässt. Der FlashBender bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, um das Licht ganz nach Wunsch zu „biegen“.© Rogue Vom Reflektor zur Softbox Ergänzt wird der FlashBender durch einen Blitz-Diffusor, der einfach durch eine Klettverbindung auf den FlashBender gesetzt wird und so den Reflektor in eine Mini-Softbox verwandelt. Trotz ihrer geringen Größe liefert diese Kombination ein sehr gleichmäßiges und weiches Licht, das die Szene gut und fast schattenfrei ausleuchtet. Der Blitz selbst sitzt dabei wie unter einer Haube, deren Vorderseite das Durchlichtmaterial des Diffusors ist. Das Herzstück der FlashBender sind die biegsamen Stäbe – mit ihnen kann der FlashBender in jede beliebige Form gebracht werden werden.© Rogue Durch den zusätzlichen Diffusor wird der FlashBender zu einer erstaunlich effektiven Softbox.© Rogue Passend zu den unterschiedlichen FlashBender-Größen gibt es auch den Diffusor in zwei Größen: 22,9cm x 20,3cm und 22,9cm x 11,4cm. Mit einem Gewicht von gerade einmal 45 Gramm stellen die Diffusoren dabei keine zusätzliche Belastung für die Fototasche dar. Auch die Diffusoren können platzsparend flach zusammengefaltet werden. Licht präzise gerichtet Der Rogue Grid ist leicht am Blitzgerät zu befestigen und ist ebenso robust ausgeführt wie die FlashBender.© Rogue Manchmal braucht man als Fotograf ein präzise gerichtetes Licht. Mit einem Reflektor Durch die Kombination der beiden 45° und 25° Waben wird ein 16°-Raster erreicht – so kann man mit dem Rogue Grid insgesamt drei unterschiedliche Rasterweiten nutzen.© Rogue oder einer Softbox stößt man in solchen Fällen an Grenzen, denn sie streuen das Licht viel zu stark. Um mit dem Blitz ein stärker gebündeltes und gezielt ausgerichtetes Licht einsetzen zu können, bietet Rogue einen auf das übrige System abgestimmten 3-in-1 Grid an. Dieser Lichtformer wird mit zwei unterschiedlichen Wabenfiltern von 25° und 45° geliefert. Steckt man die beiden Filter zusammen, so entsteht ein weiterer Leuchtwinkel von 16°. Mit ihm erzielt man eine stärkere Lichtbündelung sowie eine gezielte Ausrichtung des Lichtkegels. Die Waben können so schnell für dramatische Lichteffekte oder eine großflächigere Ausleuchtung abgestimmt werden. Das 3-in-1-System ist modular aufgebaut und fällt so mit 105 Gramm transportfreundlich leicht aus. Wie auch die FlashBender wird diese Lösung aus robustem Kunststoff mit einem Gurtband am Aufsteckblitz befestigt. Die Farbstimmung gezielt beeinflussen Fotografen stehen beim Fotografieren mit Blitzlicht oft vor der Herausforderung, dass das Ergebnis nicht dem Umgebungslicht entspricht und dadurch unnatürlich und kühl wirkt. Mit speziellen Farbfolien-Sets will Rogue auch hier eine passende Lösung bieten. Für den Rogue Grid gibt es einen Satz speziell geformter Filterfolien, die einfach in den Wabenhalter eingelegt werden können. Die Filter werden übersichtlich sortiert in einer mitgelieferten Tasche untergebracht.© Rogue Die „Rogue Grid Gels“ sind dabei speziell für den “Rogue Grid 3-in-1 Wabenfilter” gefertigt; die „Rogue Universal Gels“ sind dagegen rechteckig gestaltet und groß genug, um an den Aufsteckblitzgeräten unterschiedlicher Marken genutzt werden zu können. Beide Sets enthalten 20 verschiedene Farbfolien – davon sind fünf zur Korrektur und eine zur Streuung bestimmt. Um schnell eingesetzt werden zu können, sind alle Farbfilter mit Farbangabe, Kelvinzahl bzw. Angaben zur Blendenkorrektur gekennzeichnet. Bei der Qualität der Folien geht Rogue nach eigenen Worten keine Kompromisse ein. Gefertigt werden sie aus Materialien der Firma Lee, einem der weltweit führenden Hersteller von Farbfolien. Die Anwendung der Farbfolien ist dabei sehr einfach – auf komplizierte Halter oder Montagesysteme wurde komplett verzichtet. Stattdessen wird Halteband am Kopf des Blitzgerätes angebracht, in das die „Universal Gels“ eingesteckt werden. Das Anbringen einer Farbfolie ist so in nicht einmal einer Minute erledigt. Ebenso schnell kann die Folie dann auch wieder entfernt werden. Aufbewahrt und geordnet werden die Folien in einer praktischen Tasche, die zum Lieferumgang gehört. Die Farbfolien der „Rogue Grid Gels“ sind speziell auf den Rogue Grid zugeschnitten und werden einfach in den kreisförmigen Wabenhalter eingelegt, bevor die Waben eingeschoben werden. Alles im Set Der Master Kit ist das umfassendste Produkt-Bundle von Rogue und enthält vom Farbfilter bis zum Grid nahezu alles, was man als Strobist benötigt.© Rogue Rogue bietet seine Produkte auch in so genannten „Lighting Kits“ an, die jeweils alle notwendigen Produkte für den Einsatzzweck enthalten. Zur Auswahl stehen das „Small Soft Box Kit“, das „Starter Lighting Kit“, das „Portrait Lighting Kit“ und das „Master Lighting Kit“. Das „Small Soft Box Kit“ besteht aus einem FlashBender-Reflektor mittlerer Größe und einem passenden Blitz-Diffusor. Das „Starter Lighting Kit“ ist zusätzlich mit einer FlashBender-Reflektorkarte und einem „Universal Lighting Filter Kit“ ausgestattet. Speziell für den Einsatz in der Portrait- und Event Fotografie bietet Rogue das „Portrait Lighting Kit“ mit einem großen FlashBender, einer Reflektorkarte, einem großen Blitz-Diffusor, einem Rogue Grid und einem „Universal Lighting Filter Kit“ an. Das „Master Lighting Kit“ schließlich umfasst sieben Produkte des Rogue-Zubehörsystems: einen mittleren FlashBender, einen großen FlashBender, eine Reflektorkarte, einen großen Blitz-Diffusor, ein Rogue Grid Wabensystem, ein „Universal Lighting Filter Kit“ und ein „Grid Lighting Filter Kit“. Fazit In unserem Test haben sich die Rogue-Produkte als robuste Hilfsmittel bewährt, die sich auch in einer bereits gut gefüllten Fototasche problemlos unterbringen ließen. Gerade, wenn man mit dem Blitz unterwegs ist, gefällt nicht nur das geringe Gewicht, sondern vor allem auch die schnelle und einfache Anbringung der FlashBender oder des Grids am Blitzgerät. Ein häufiger Umbau für unterschiedliche Einsatzzwecke ist damit absolut problemlos. Die Filter sind in einer robust wirkenden Tasche untergebracht und geben dem Fotografen dank ihrer übersichtlichen Beschriftung keine Rätsel auf. Sie werden zwar keine so lange Lebensdauer haben wie ein FlashBender oder Grid, wirken aber robust genug, um auch ruppigere Einsätze schadlos zu überstehen. Insgesamt machen die Produkte einen durchdachten Eindruck und bieten eine gute Leistung. Gerade auch für den Outdoor-Fotografen ist es dabei nicht unwichtig, dass sich alle Rogue-Produkte leicht reinigen lassen. Die Lichtsteuerung durch Verbiegen des Reflektors gelingt überraschend intuitiv und führt schnell zu den gewünschten Ergebnissen. Im Kit sind die Produkte eine der derzeit günstigsten Lösungen, um Systemblitze mit vielseitigen Lichtformern auszustatten. Dieser Beitrag erschien erstmals in der Pictures-Ausgabe 1/2-2013 Update 07.März 2013 Die Rogue Flashbender gibt es nun auch als XL Pro Lighting Kit. Dieser Kit bietet als Besonderheit auch einen Zusatz, der aus dem Flashbender XL Pro ein in der Breite individuell justierbares Striplight macht. Der XL Pro Lighting Kit besteht aus: 1x XL Pro FlashBender White Reflector 1x XL Pro Strip Box Diffuser Attachment 1x XL Pro Soft Box Diffuser Attachment 1x XL Pro Silver/Black Reflector Attachment Der Verkaufspreis wird mit 99.95 US-Dollar angegeben. Weitere Infos unter www.expoimaging.com.





